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Letzte Aktualisierung: 22.05.2013 - 08:41 Uhr

Dies & Das
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Teneriffa Nachrichten

Wenn der Alkohol das Zepter übernimmt

Der 1. Mai hat in diesem Jahr einen bedenklichen Rekord in der Hauptstadt von Teneriffa, Santa Cruz de Tenerife, gebracht. Noch nie wurden so viele Schlägereien bei der Paseo Romero während der Fiesta de Mayo registriert. Am Nachmittag, als der Umzug gegen 17:00 Uhr zu Ende ging, mussten etwa 25 Leute von Unipol, der nationalen und der lokalen Polizei insgesamt 15 Schlägereien beenden. Nur unter Einsatz von Schlagstöcken konnten sich die Beamten selbst schützen. Zuvor verlief das traditionelle Fest, mit den schönen Trachten und den geschmückten Wagen, friedlich. Nach reichlichem Konsum von Alkohol kam es im Stadtteil Tincer zu den Gewaltexzessen in deren Verlauf drei Personen festgenommen wurden. Diese Übeltäter landeten sofort vor dem Haftrichter. Aus Sicherheitsgründen hat man dann die anschließende Tanzveranstaltung, die Verbena, abgesagt.


Untendurch, statt obendrüber

Neuer Tunnel in Santa Cruz de TenerifeIn der Hauptstadt von Teneriffa, Santa Cruz de Tenerife, wurde am Sonntag ein neuer Tunnel für den Verkehr freigegeben. An der vielbefahrenen Küstenstraße ist es durch die 500 Meter lange Passage durch die Erde wesentlich einfacher, die Avenidas Francisco La Roche und Marítima zu befahren. Obwohl eine neue Beschilderung angebracht wurde, funktionierte der Verkehrsfluss ohne Zwischenfälle. Zwei Spuren in jeder Richtung sind in der Lage bis zu 40.000 Fahrzeuge täglich zu bewältigen. Neben dem Kreisverkehr in der Nähe der Delegación de Hacienda (Finanzamt) hat die TITSA eine Bushaltestelle aufgebaut und zusätzlich noch eine auf der Höhe der San Telmo-Kapelle. Im Tunnel ist die Geschwindigkeit auf 50 km/h beschränkt. Sporadische Messungen sind angekündigt. Wenn der Asphalt über der unterirdischen Durchfahrt in den nächsten Wochen aufgebracht worden ist, stehen 40.000 Quadratmeter Stellfläche für Fahrzeuge bereit. Das hat Bürgermeister Manuel Bermúdez in Aussicht gestellt. Nahe der Plaza de España entsteht ein überaus großzügiger Kinderspielplatz und auch an die Skater wird gedacht, die bekommen eine Skater-Zone in der Umgebung der Plaza de Europa. Für die Fahrradfahrer wird eine optimale Spur geschaffen. Ist alles fertig, gewinnt die Hauptstadt einiges an Attraktivität.


„Tranvia“ fährt auf Handy-App ab

Damit die Kunden der Straßenbahn „Tranvia“ in der Hauptstadt von Teneriffa immer im Bilde sind, hat die Betreiberfirma, Metropolitano de Tenerife (MTSA), die Adresse: www.tranviaonline.metrotenerife.com eingerichtet. Da kann man mit dem Smartphone auf die Fahrpläne der Linien bequem zugreifen. In Echtzeit kann man den momentanen Standort der Bahnen abrufen. Ganz einfach ist auch der Abruf der Fahrpläne. Außerdem kann man sich von Geschäften, die auf dem Weg liegen, attraktive Angebote zeigen lassen. Das ist durch die Zusammenarbeit der MTSA mit der Zona Comercial Tranvía (ZCT) möglich geworden. Die neue Applikation wurde vom Wirtschaftsminister und Vizepräsidenten der Insel-Regierung, Carlos Alonso während einer Pressekonferenz auf Twitter vorgestellt. Eine Stunde lang beantwortete er die Fragen der User. Die Nutzung der App ist kostenlos und sogar für Hör- und Sehgeschädigte nutzbar.


Kommt jetzt auch noch die Energiekrise?

Wenn man den General-Direktor für das spanische Stromnetz REE, Carlos Collantes, reden hört, kann einem schon mal Angst werden. Der sagt: „Es muss befürchtet werden, dass es in den Sommermonaten auf den spanischen Inseln im Atlantik und im Mittelmeer zu Stromausfällen kommen kann“. Auf einer Pressekonferenz in Madrid stand der Minister Rede und Antwort. In Spitzenzeiten kann es kritisch werden mit der Energie aus der Steckdose. Dabei sind die Balearen wegen der Nähe zur Iberischen Halbinsel weniger gefährdet, als die Kanarischen Inseln, die weit weg im Atlantik liegen. Innerhalb des Archipels kann zum Beispiel La Gomera relativ unkompliziert von Teneriffa mit genügend Strom versorgt werden. Das kann zeitnah geschehen und ist in der Planung. El Hierro und La Palma müssen das Problem interinsular lösen. Auf Fuerteventura ist die Versorgungslage mit elektrischer Energie so prekär, dass zurzeit kein weiteres Hotel genehmigt werden kann. Gran Canaria kämpft mit dem Problem, dass die Hälfte der Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria dunkel wird, wenn die Zentrale in Jinámar ausfällt. Eine Zweigstelle in El Sabinal ist in Planung. Für die dringend notwendige neue Zentrale Candelaria-El Rosario steht die Genehmigung von der Kanaren-Regierung noch aus. Gran Canaria kann in den nächsten fünf Jahren mit 225 Millionen Euro an Investitionen für Modernisierungen durch die REE rechnen. Teneriffa wird im nächsten Jahr eine neue moderne Schaltzentrale in Los Realejos erhalten. Kleiner Trost, wenn abends der Strom ausfällt, kann man den imposanten Sternehimmel über Teneriffa besonders gut sehen.


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